W dzisiejszym wydaniu w TAZ wybitna dziennikarka Gabriele Lesser wypowiada sie na temat oskarżeń Musiala wobec Borodzieja.
Artykul jest jednoznacznie po stronie Borodzieja. Pisze ona:
Fünfte Kolonne, Verräter, Deutschen- und Judenknechte - das müssen sich Historiker und Publizisten in Polen immer wieder sagen lassen, wenn sie für einen offenen internationalen Dialog eintreten.Das neueste Opfer - nach dem Publizisten Marcel Reich-Ranicki, dem Soziologen Zygmunt Bauman und dem Zeithistoriker Jerzy Holzer - ist Wlodzimierz Borodziej, auch er ein Zeithistoriker.
Gabriele Lesser mieszka w Warszawie i jest od roku 1995 stałym korespondentem TAZ.
W Sueddeutsche Zeitung okazał się następujący list czytelnika. Jego autorka wypowiada się rowniez po stronie Borodzieja:
Eva Kobler, Weimar
Als Historikerin, die Wlodzimierz Borodziej als Professor an der Universität Warschau kennengelernt hat, bin ich mit dessen Darstellung in dem von Thomas Urban geschilderten "polnischen Historikerstreit" nicht einverstanden. Ich sehe Bogdan Musials Äußerungen als ideologisch und karrieristisch motivierten Angriff auf einen hervorragenden Historiker, der gleichzeitig ein wichtiger Akteur der polnisch-deutschen Verständigung ist. Musial hat - anders als Borodziej - bisher nicht durch fachliche Höchstleistungen, sondern durch polemische Artikel Öffentlichkeitswirksamkeit erlangt und konnte sich folglich weder in Deutschland noch in Polen an einer Universität etablieren.
Zu Musials Anschuldigungen gegen Borodziej möchte ich darauf hinweisen, dass diese nicht nur in einer Art und Weise vorgebracht wurden, die den Bereich der berechtigten wissenschaftlichen Polemik weit hinter sich gelassen hat - ihnen liegt außerdem ein gewichtiger logischer Fehler zugrunde: Musial wirft Borodziej einerseits vor, in seinen Publikationen Thesen der Propaganda der Volksrepublik Polen zu verbreiten und ein Nutznießer der polnischen Kommunisten gewesen zu sein, gleichzeitig bezichtigt er ihn jedoch einer prodeutschen Haltung.
Abgesehen davon, dass beide Vorwürfe sachlich falsch sind, widersprechen sie sich, denn die Propaganda der Volksrepublik Polen war explizit antideutsch. Borodziej müsste folglich schon ein Meister der Persönlichkeitsspaltung sein, um beiden Vorwürfen Musials gerecht zu werden.
Tatsächlich trägt Borodziej durch seine Publikationen in deutscher Sprache und mit seiner Lehrtätigkeit wesentlich dazu bei, dass sich in Deutschland ein Wissen über die Verbrechen der deutschen Besatzung in Polen und die Tragik der Westverschiebung Polens etabliert. So hat er beispielsweise 2004 eine Monographie über den Warschauer Aufstand veröffentlicht, die in deutschen Zeitungen breit besprochen wurde. Die Publizisten des nationalkonservativen Lagers in Polen beschränken sich währenddessen darauf, über das mangelhafte Wissen der Deutschen über den Warschauer Aufstand zu polemisieren.
Die Einschätzung Urbans, dass das negative Deutschland-Bild in den publizistischen Debatten in Polen auf die Schwäche des linken und linksliberalen Lagers zurückgehe, dessen Vertreter aufgrund von Verstrickungen mit dem kommunistischen Regime angreifbar seien, teile ich nicht. Wie Urban selbst schreibt, gibt es keine eindeutigen Beweise für die in diese Richtung gehenden Vorwürfe Musials gegen Borodziej. Zudem halte ich es für unangemessen, einen Geschichtsprofessor dafür zu kritisieren, dass er sich zu wenig in die publizistische Debatte in Polen über die Vertreibung der Deutschen einmische.
Für das derzeit so negative Deutschland-Bild in Polen sind vielmehr Akteure wie Musial verantwortlich, die als gute Deutschland-Kenner trotz besseren Wissens die deutsche Erinnerungslandschaft verzerrt als einen einstimmigen Chor der Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach darstellen.
Dodatek dla SpiEwki:
Pani Kobler pisze m.i., ze Musial osiągnął publiczna uwagę - w przeciwieństwie do Borodzieja - nie przez naukowe szczytowe osiągnięcia, ale przez polemiczne artykuły. Dalej twierdzi ona, ze zarzuty Musiała są nielogiczne: Z jednej strony Musiał zarzuci Borodziejowi, ze w swoich publikacjach rozpowszechnia on tezy PRLu, a z innej strony posądzi Borodzieja o proniemieckie stanowisko. Nie tylko, ze te zarzuty są nieprawdziwe, to jeszcze zaprzeczają się: propaganda PRLu była jednoznaczna antyniemiecka. Podkreśla ona, ze w rzeczywistości Borodziej przyczyni się przez swoje publikacje i prace naukową istotnie do umocowania wiedzy w Niemczech o zbrodniach niemieckiej okupacji w Polsce i tragedii polskiego przesunięcia granic. Na koniec pisze Pani Kobler, ze za negatywny obraz Niemców w Polsce są ludzi pokroju Musiała odpowiedzialni, którzy jako dobrymi znawcami Niemców i mimo lepszej wiedzy przedstawiają niemiecką pamięć historyczną jako jednolity chór przewodniczącej wypędzonych Eryki Steinbach.


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