Der Kanzler der Einheit kann nicht mehr alles zum Ausdruck bringen – eines aber immer noch.
19.04.2016, von Berthold Kohler
Seit Tagen wurde darüber spekuliert, was Helmut Kohl damit bezweckt habe, ein Vorwort für die ungarische Ausgabe seines jüngsten Buches schreiben zu lassen und jetzt auch noch Viktor Orbán zu empfangen. Offene Kritik an Merkel? Halboffene? Oder doch partielle Unterstützung? In einer Erklärung zum Besuch hieß es, Kohl und Orbán sähen keinen Gegensatz zwischen ihrer Haltung in der Flüchtlingskrise und der Position der Kanzlerin.
Autor: Berthold Kohler, Herausgeber.
Auch Merkel mühte sich, das Treffen nicht als politische Demonstration erscheinen zu lassen. Denn an Orbáns Fundamentalopposition gegenüber ihrem Kurs können sich sogar noch Leute mit einem schlechten Kurzzeitgedächtnis erinnern. Was tatsächlich das ausschlaggebende Motiv für den Besuch bei einem schwer geprüften Mann war, wissen nur Kohl und die Personen, die noch Zugang zu ihm haben.
Orbán berichtete, Kohls Verfassung erlaube es ihm nicht mehr, alles zum Ausdruck zu bringen. Sie gestattete es dem Kanzler der Einheit jedoch noch, daran zu erinnern, wie wichtig ihm zeit seines Lebens aufrichtige Freundschaft und Dankbarkeit.
Fwd: F.A.Z.-Newsletter: Der Tag am Mittag
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