30.05.2016 | 18:17 | (Die Presse)
Paris. In Frankreich liegen wenige Tage vor Beginn der EM-Fußballmeisterschaft die Nerven blank. Die Streiks gegen eine Lockerung der Arbeitsmarktgesetze, die seit Wochen das Land stilllegen, könnten nun auch die EM massiv behindern. Denn derzeit zeichnet sich keine Lösung im Streit zwischen Regierungen und Gewerkschaften ab.
Diese Woche soll ein neuer Anlauf genommen werden, um trotz verhärteter Fronten doch noch einen Kompromiss vor Beginn der EM am 10. Juni zu finden. Denn beide Seite wissen, dass der Konflikt in der Bevölkerung zunehmend unpopulär ist.
Deshalb versucht die Regierung auch, die Situation schönzureden. Tatsächlich hat sich die Versorgungslage durch Benzin und Diesel ein wenig entspannt, nachdem die Polizei auf Geheiß der Staatsführung die blockierten Zufahrten zu den wichtigsten Depots mit den Notvorräten an Treibstoff mit Gewalt geräumt hat. Für eine Entwarnung ist es allerdings zu früh: Die Erdölraffinerien sind weiterhin durch Streiks weitgehend lahmgelegt. Auch werden die Flughäfen aus den Erdölterminals der Atlantikhäfen Le Havre und Dunkerque nicht mehr regelmäßig durch Pipelines mit Kerosin versorgt.
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